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veröffentlicht am 08.01.2020

Unsere größten Erfolge und Aktionen September-Dezember 2019

Unsere UnterstützerInnen haben es wieder möglich gemacht: Zwischen September und Dezember 2019 konnten wir viel für die Umwelt tun. Besonders im Einsatz gegen die fossile Energie und für die russischen Wälder haben wir große Erfolge erreicht!

Ausstieg aus Öl und Gas

Der griechische Öl- und Gasgigant HLP plant zusammen mit ExxonMobil, Total und Repsol, im Mittelmeer und nahe der ionischen Inseln nach Öl und Gas zu bohren.Greenpeace-AktivistInnen führten mehrere Protestaktionen an seinen Anlagen durch, unter anderem Blockaden einer Raffinerie und eine „Party“ mit symbolisch ölverschmutzten Stränden.

Der Ausstieg aus Öl und Gas drängt: Diese Energieformen erzeugen nicht nur enorme Luftverschmutzung, sie treiben auch noch den Klimawandel voran. Greenpeace arbeitet auf allen Ebenen daran – vor Gericht, in Aktionen, mit Öffentlichkeitsarbeit und politischem Druck.

Spanien / Europa

Die Europäische Investitionsbank wird die Ausweitung der Gas-Pipelines um die Kanarischen Inseln nicht finanzieren – Greenpeace hat diesen Erfolg gegen die mächtige Fossilindustrie in zweijähriger Arbeit seit 2018 erreicht. Die Europäische Investitionsbank hatte daraufhin festgestellt, dass das Projekt selbst grundlegende Anforderungen nicht erfüllt.

Und europaweit wird die Europäische Investitionsbank 2021 aufhören, Geld in fossile Energien zu stecken.

Schweden

Die schwedische Regierung hat dem Gasunternehmen Swedgas aufgrund des Klimawandels die Erlaubnis vermehrt, das Göteborger Gasterminal mit dem Hauptnetz zu verbinden. Greenpeace hatte gemeinsam mit Graswurzelbewegungen mehrere Jahre dafür gekämpft.

Schweiz / USA

Die Schweizer Bank Credit Suisse wurde jahrelang dafür kritisiert, mit Firmen Geschäfte zu machen, die am Bau der hochumstrittenen Dakota Access Pipeline beteiligt sind. Diese wird rücksichtslos durch indigenes Land geführt und bedroht die Wasservorräte der Dakota. Nach scharfem und hartnäckigem Einsatz von Greenpeace wird Credit Suisse die internen Richtlinien so ändern, dass in Zukunft die Finanzierung von Projekten gestoppt wird, für die keine Zustimmung betroffener Indigener besteht.

Vereinigtes Königreich

Nachdem die schottische Regierung bereits vor zwei Jahren nach einem Referendum Fracking in Schottland stoppte, hat nun auch die Regierung des gesamten Vereinigten Königreichs nachgezogen: In Großbritannien und Nordirland wurde ein Moratorium für die gefährliche Art, fossile Treibstoffe mit Gewalt und Chemikalieneinsatz aus dem Boden zu holen, verhängt! Greenpeace hatte jahrelang mit Information, Aktivismus und Petitionen dafür gekämpft.

Ausstieg aus Kohle

Riesiges Banner am Kohlebagger im Tagebau Garzweiler in Deutschland

Keine Energieform ist schmutziger als Kohle: Sie verpestet unsere Atemluft und befeuert die Erhitzung des Weltklimas. Profitgierige Konzerne setzen alles daran, weiter damit Geld zu verdienen – doch Greenpeace hält mit Millionen UnterstützerInnen dagegen.

Spanien

Zehn Jahre vor dem Plan hat das spanisch-italienische Unternehmen Endesa angekündigt, seine letzten beiden Kohlekraftwerke in Spanien zu schließen. Greenpeace hat sich dafür eingesetzt – aber der Einsatz geht weiter, denn Greenpeace kämpft auch dafür, dass Endesa soziale Verantwortlichkeit für die betroffenen Regionen übernimmt.


Polen

Greenpeace erkämpfte in den letzten Jahren in Polen mehrere große Erfolge gegen Kohlekraftwerke und -minen. Als Antwort wollte die polnische Regierung die Gesetze ändern, um diese Projekte wieder zu „beschleunigen“ – und leichter über Umwelt und Menschen hinweggehen zu können. Greenpeace gelang es, auch diese Gesetzesänderung zu verhindern.

Niederlande
Der niederländische Senat hat ein Gesetz beschlossen, die Verbrennung von Kohle für Energiegewinnung bis 2030 zu stoppen. Der Senat ließ sich damit nicht von den Kohlekonzernen RWE und Uniper einschüchtern, die Klagen vor Schiedsgerichten angekündigt hatten, denn sie hatten erst 2016 neue Kohlekraftwerke errichtet, obwohl sie genau wussten, dass der Ausstieg aus Kohle bevorsteht. Damit werden diese erst vor drei Jahren errichteten Kraftwerke bereits in zehn Jahren wieder geschlossen – ein schwerer Schlag für die rücksichtslosen Konzerne, zu dem die Mobilisierungsarbeit von Greenpeace wesentlich beitrug.

Klima

AktivistInnen erkletterten das Gebäude des EU-Gipfels in Brüssel, um Antworten gegen die Klimaerhitzung zu fordern

Die Erhitzung des Weltklimas ist die größte Herausforderung dieser Zeit. Greenpeace lässt die Verantwortlichen in Konzernen und Politik nicht ruhen, bis sie endlich handeln, und kämpft für eine lebenswerte Zukunft für uns alle.

Ungarn

Budapest rief den Klimanotstand aus, nachdem Greenpeace sich dafür eingesetzt hatte. Der Notstand ist auch bereits mit konkreten Maßnahmen verbunden: Der Stadtrat von Budapest sowie seine

Institutionen und Unternehmen sollen CO2-neutral werden, die Energieversorgung auf grüner Energie aufbauen und Budapest einen Plan zur klimagerechten Anpassung vorlegen.

Kongo

Bei der COP25 in Madrid präsentierte der Menschenrechtsrat der Philippinen seinen vorläufigen Bericht für die internationale Untersuchung zum Klimawandel. Zum ersten Mal werden darin große Konzerne als klare Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen in Folge der Klimaerhitzung benannt. Greenpeace in den Philippinen hatte sich lange dafür eingesetzt; die Erklärung ist der Beginn der Klimagerechtigkeit für betroffene Gemeinschaften nicht nur auf den Philippinen, sondern auf der ganzen Welt!

Belgien

Die neue Regierung der Hauptstadtregion Brüssel kündigte an, dass sie alle Dieselfahrzeuge bis 2030 auslaufen lassen will, alle anderen fossilgetriebenen Fahrzeuge bis 2035. Sie will smartes Kilometergeld einführen, das ermutigen soll, weniger zu fahren. Die daraus gewonnenen Gelder sollen verwendet werden, um den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs voranzutreiben.

Landwirtschaft und Handelspakte

Ein 66 Meter großes Banner gegen die Errichtung gigantischer Schweinefabriken in Dänemark

Immenses Tierleid, Waldzerstörung und immer größerer Einfluss auf das Klima – die industrielle Landwirtschaft, vor allem die Massentierhaltung, setzt die Umwelt gewaltig unter Druck. Greenpeace zeigt Alternativen, um unsere Lebensmittelversorgung wieder auf einen Weg zu bringen, der gesundes Essen und eine gesunde Landwirtschaft miteinander verbindet.

Mercosur-Pakt

In geheimen Verhandlungen hatte die EU-Kommission einen Pakt mit dem südamerikanischen Mercosur-Raum ausgehandelt. Er hätte der südamerikanischen Landwirtschaft, die den Regenwald zerstört, verstärkten Zugang zu europäischen Märkten ermöglicht, damit Länder wie Deutschland mehr Autos verkaufen können. So wäre die Vernichtung des Amazonas beschleunigt worden!

Nach einer schnellen Mobilisierung, die zehntausende Menschen dazu bewegte, ihre Abgeordneten anzuschreiben und anzurufen, beschloss der Unterausschuss ein Veto Österreichs gegen den gefährlichen Handelspakt!

Öffentliche Beschaffung

Ein Riesenerfolg für die Fleisch-und-Milch-Kampagne: Barcelona, Kopenhagen, Guadalajara, Lima, London, Los Angeles, Mailand, Oslo, Paris, Quezon City, Seoul, Stockholm, Tokio und Toronto – diese vierzehn Städte haben sich zu einer Erklärung verpflichtet, um den Fleischkonsum in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Kantinen usw.) zu reduzieren. Sie folgten damit einem von Greenpeace initiierten Aufruf von über 200 WissenschaftlerInnen. Damit ist der klimaschädliche Einfluss des Fleischkonsums wieder reduziert und großes Tierleid verhindert.

Atomkraft

AktivistInnen protestieren in St. Petersburg gegen die Einfuhr von Atommüll aus Deutschland

Atomkraft wird von ihrer Lobby gerne als sauber und sicher dargestellt. Doch die Minen für den Rohstoff Uran gehören zu den schmutzigsten Bergwerken der Welt, das Problem des Atommülls ist nicht einmal im Ansatz gelöst und die Sicherheitsbedenken bleiben unverändert groß. Greenpeace zeigt, dass Atomkraft eine falsche Alternative ist und setzt sich für echte erneuerbare Energien ein.

Sicherheit in Südafrika

Greenpeace übte seit 2015 Druck auf das Energieministerium Südafrikas aus, da die Standards für Atomkraft lächerlich niedrig waren – obwohl die Gesetze andere forderten. Nun hatte der Einsatz Erfolg: Die Gelder, die Atomkraftbetreiber nach einem Unfall zahlen müssen, wurden mindestens verdreifacht.

Nicht verstrahlte olympische Spiele

Greenpeace in Japan hat die Regierung gezwungen, die radioaktiven Gebiete des Austragungsortes der Olympischen Spiele 2020 zu dekontaminieren, nachdem der japanische Umweltminister, die Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, des Japanischen Olympischen Komitees und der Paralympics sowie den Präsidenten der Präfektur Fukushima verständigt hatte.

Plastikmüll

Beim "Make Something" Day in Hamburg wird aus Müll Neues gebastelt

Große Konzerne machen mit Plastikverpackungen Millionen – und versuchen, die Verantwortung für ihre Verpackungen den Konsumenten aufzulasten. Das führt dazu, dass immer mehr Plastik in die Meere gelangt, denn die Möglichkeiten, es zu entsorgen, fehlen in den meisten Ländern der Welt. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass endlich auch die Hersteller Eigenverantwortung zeigen und beginnen, das Problem an der Quelle anzugehen.

Plastikreduktion im Supermarkt

Die riesige britische Supermarktkette Sainsbury’s hat angekündigt, dass sie ihren Plastik-Fußabdruck bis 2025 halbieren will und wiederverwertbare und wiederbefüllbare Verpackungen einführen will. Die Kette wird alle sechs Monate über ihren Fortschritt berichten und sich auf Produkte wie Milchflaschen, Obst und Gemüse und Getränke konzentrieren. Sainsbury’s folgt damit einer Greenpeace-Kampagne, die gestartet wurde, nachdem die Kette in einer Greenpeace-Analyse am schlechtesten abgeschnitten hatte.

Plastiksackerl im Libanon

Zwei Jahre Kampagne gegen Einwegplastik im Libanon waren erfolgreich: Das libanesische Umweltministerium hat angekündigt, das Plastiksackerl im Supermarkt kostenpflichtig werden und die Ketten verpflichtet werden, wiederverwendbare Alternativen anzukündigen!

Wälder

Protestmarsch gegen illegale Holzfällerei in Rumänien

Mit den großen Wäldern der Welt geht die Heimat zahlloser Tiere verloren, es stirbt aber auch unser wichtigster Verbündeter gegen die Klimaerhitzung. Ursache sind vor allem Holzgewinnung, Industrie und Landwirtschaft. Greenpeace setzt sich für den Schutz der großen Wälder der Welt ein, von Russland über den Amazonas und Indonesien bis in den Kongo.

Russische Wälder: Nationalpark

Russland hat eines seiner größten Urwaldreservate errichtet: Der Dwinsky-Wald ist mit 300.000 Hektar größer als Luxemburg! Jahrzehntelange Kampagnenarbeit sorgte dafür, dass der Wald nun dem Zugriff der Holzindustrie entzogen ist und seine Tiere sicher sind.

Russische Wälder: Gesetze

„Vorgeschriebene Brände“ in Russland sollten Waldbrände bekämpfen – kleine Feuer sollten große verhindern. Doch das funktionierte nicht, und allzuoft lösten die kleinen Brände tatsächlich riesige Feuer erst aus. Greenpeace brachte die Behörden dazu, neue Regeln für solche vorgeschriebenen Brände zu ändern. In Regionen, wo dies bereits geschieht, konnte eine deutliche Abnahme unkontrollierbarer Brände beobachtet werden.

Kongo

RepräsentantInnen von Umwelt-NGOs der Demokratischen Republik Kongo wollten ihre Position zu Torfgebieten auf der COP25 präsentieren, doch die spanische Regierung verweigerte ihnen ein Visum. Nach einer Presseaussendung von Greenpeace lud der spanische Botschafter sie zu einem Treffen und ermöglichte ihnen die Teilnahme an den letzten Tagen der COP25. Die Aufrechterhaltung der Torfgebiete im Kongo, die von Gummiabbau, Tropenholzschlägerung und Landwirtschaft bedroht sind, ist für den Klimaschutz wesentlich, da dort gewaltige Mengen Kohlenstoff gespeichert sind.

Die Wale sind frei!

Direkt an der Kreml-Mauer fordern AktivistInnen ein Verbot des Fangs von Walen für Unterhaltungs- und Bildungszwecke

Sie sind endlich frei: Im November wurden die letzten der 87 Beluga-Wale aus dem „Walgefängnis“ im Osten Russlands zurück in ihre Heimat gebracht und dort freigelassen. Sie waren gemeinsam mit elf Orcas gefangen genommen worden und hätten an chinesische Delfinarien verkauft werden sollen. Doch der Aufschrei, den Greenpeace weltweit erwirkt hat, zeigte Wirkung. Nun setzen wir uns dafür ein, dass die russischen Gesetze so geändert werden, dass kein zweites Walgefängnis möglich ist.

Diese Erfolge haben Menschen wie Sie möglich gemacht: Dank Ihrer Unterstützung können unsere ExpertInnen bei Verhandlungen die Stimme der Umwelt sein und unsere AktivistInnen Umweltverbrechen selbst dann aufdecken, wenn rücksichtslose Geschäftemacher sie in den entlegensten Winkeln der Welt verüben. Mit Ihrer Unterstützung werden wir auch weiterhin alles tun, um die Zukunft unserer Welt und damit auch unsere eigene Zukunft zu sichern! Vielen Dank!

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