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veröffentlicht am 11.09.2020

Unsere wichtigsten Erfolge Mai-August 2020

Auch im zweiten Drittel 2020 ließ sich Greenpeace nicht bremsen – wir haben viel erreicht! Besonders viel gelang im Einsatz für die Wälder der Welt.

Für ein Ende der Plastikflut

Einwegplastik verschmutzt die Meere und Länder der Welt – denn kein System kann die Flut aus Plastik bewältigen. Greenpeace macht Druck auf Konzerne und Politik, endlich Verantwortung für ihre Produkte zu übernehmen und die Plastikflut an der Quelle zu stoppen.

Greenpeace-AktivistInnen haben vor einer Filiale von Lidl in Salzburg ein Tor aus riesigen Ein- und Mehrwegflaschen installiert.

Österreich

Greenpeace konnte tausende Menschen dazu bewegen, E-Mails an die Supermarktketten Hofer und Lidl zu schreiben, die immer noch keine einzige Mehrweg-Getränkeflasche im Angebot haben. Hunderte nahmen an einer E-Mail-Aktion teil.

Diese und andere Aktionen zeigen Wirkung: Österreichs Umweltministerin hat einen Drei-Punkte-Plan zur Plastikreduktion vorgestellt!

Südkorea

Lotte Mart, eine der größten Supermarktketten Südkoreas, kündigte am 8.Juni 2020 an, den Verbrauch von Einwegplastik bis 2025 um 50% zu reduzieren. Damit ist sie die erste Supermarktkette in Asien, die eine solche Verpflichtung eingeht.

Für die weltweiten Wälder

Die weltweiten Wälder zu schützen bewahrt die Heimat von Milliarden Tieren und wichtige Verbündete gegen die Klimakrise. Greenpeace stellt sich den Feuern und Rodungen weltweit entgegen – von den nordischen Wäldern Sibiriens bis zu den Regenwäldern des Kongo, Indonesiens und des Amazonas.


In einem geschädigten Wald in Brandenburg fordert eine Aktivistin „Echte Wälder statt Holzplantagen!".

Europäische Union

Die EU nahm eine der wichtigsten Forderungen der Kampagne zum Schutz der Wälder auf die Agenda: Ein Waldgesetz, das sicherstellt, dass keine Produkte aus der Wald- oder Ökosystemvernichtung auf den europäischen Markt gelangen. Deutlicher als je zuvor versprach die Kommission, dass sie „im Jahr 2021 einen Gesetzesvorschlag und andere Maßnahmen“ vorlegen werde, um die Auswirkungen des EU-Verbrauchs von Rohstoffen wie Soja und Palmöl, die die Waldzerstörung vorantreiben, zu bekämpfen.

Indonesien

Im Mai 2020 gewann Greenpeace ein Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof Indonesiens gegen das Ministerium für Landwirtschaft und Raumplanung. Greenpeace fordert das Ministerium jetzt auf, transparenter zu sein, indem es die Eigentumsdaten der Palmölplantagen in Papua und West-Papua veröffentlicht.

Kamerun

Greenpeace wurde informiert, dass die Rodungsfirma GFBC einen Antrag auf bis zu 50% Steuererleichterung wegen Covid-19 einbringen wollte. Daraufhin brachten wir eine Stellungnahme ein, die darauf hinwies, dass das Zerstören der Regenwälder mit ein Grund ist, warum Menschen überhaupt erst in Kontakt mit neuen Krankheiten kommen. Daher sollten Firmen, die den Wald zerstören, nicht auch noch belohnt werden. Der Antrag von GFBC wurde zurückgewiesen!

Der Ebo-Wald in Kamerun ist die Heimat zahlreicher Tiere, darunter Werkzeuge benutzende Menschenaffen, und bildet die Lebensgrundlage für viele Gemeinschaften. Nun bedrohten Lizenzen für Rodungen den einzigartigen Wald. Greenpeace sorgte für einen weltweiten Aufschrei – die Lizenzen wurden vorläufig aufgehoben. Noch ist der Wald nicht permanent gerettet, doch die Zerstörung aufgehalten!

Russland

In russischen Wäldern existieren Zonen, in denen es legal ist, Feuer brennen zu lassen. Diese Zonen sind ein wesentlicher Grund für die katastrophalen sibirischen Feuer 2019 und 2020. Auf Druck von Greenpeace begannen Regierungsstellen, diese Zonen zu revidieren. 2,6 Milliarden Rubel wurden bereitgestellt, um die Feuerbekämpfung zu unterstützen. Vorgeschriebene Verbrennungen von Holz waren ein weiterer Grund für Brände. Der Gouverneur der Region Transbaikalien verbot diese Verbrennungen auf Druck von Greenpeace.

Für die blauen Ozeane

Von Überfischung bedroht, von der Ölförderung verschmutzt, von Plastik überschwemmt: Die Ozeane sind in einer Krise. Greenpeace drängt die Ölindustrie zurück, setzt sich für ein Ende der Plastikflut ein und arbeitet mit Hochtouren, um bei der UNO ein Hochseeschutzabkommen zu erreichen, mit dem 30 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden können.


Vier AktivistInnenen schwammen von der Rainbow Warrior aus zu einer Ölplattform in der Nordsee, um ein sofortiges Verbot aller weiteren Öl- und Gasförderungen in Dänemark zu fordern

Senegal

Am 8.Juni 2020, dem Welttag der Ozeane, beschloss die senegalesische Regierung die Lizenzanträge für 52 neue, ausländische Industrie-Fischereifahrzeuge abzulehnen. Die Entscheidung folgte auf eine wochenlange Kampagne von Greenpeace gemeinsam mit lokalen FischerInnen, FischverarbeiterInnen und anderen NGOs mit dem Ziel, die Unterstützung der Regierung für die Plünderung der Meere zu stoppen.

Ein weiterer Erfolg: Die Regierung kündigte auch an, die Initiative mit dem Ziel, 30% der Weltmeere bis 2030 zu schützen, zu unterstützen!

Südafrika

Der Dokumentarfilm „Gutted“ von Greenpeace wurde bei verschiedenen Filmfestivals eingereicht und wurde kürzlich für das nigerianische Filmfestival ausgewählt. Er zeigt die FischerInnen und FischverarbeiterInnen der Kalkbucht nahe Kapstadt und wirft ein Licht darauf, wie die industrielle Fischerei das Erbe und ihre Kultur gestohlen hat.

Taiwan

Als Resultat des Reports „Choppy Waters“ von Greenpeace kündigte die AFT Holdings-Gruppe an, dass sie keine Management-Dienstleistungen mehr an eine Thunfischverarbeitungsfirma vergeben wird, die mit der Fischereifirma FCF in Verbindung steht. Der Report hatte gezeigt dass FCF in Verbindung mit illegalen Praktiken wie Transshipment, Haiflossensammeln und Zwangsarbeit steht.

USA

Die US-Zollbehörde CBP verhängte einen Erlass, der alle Fischereiprodukte des Schiffs Da Wang blockiert. Ein Greenpeace-Report hatte gezeigt, wie das Schiff in Zusammenhang mit der Versklavung und Ermordung indonesischer Fischer steht.


Für die Energiewende

Die Klimakrise und wie wir sie meistern bestimmt unsere Zukunft wie keine andere Frage. Greenpeace setzt sich für den raschen Ausstieg aus fossilen Energien ein – und für „Green Recovery", die Grüne Erholung nach der Corona-Krise.

Eine Aktivistin von Greenpeace Russland hält ein Schild mit der Aufschrift „100.000 RussInnen für grüne Erholung". Im Hintergrund das Weiße Haus in Moskau, das Haus der Regierung der Russischen Föderation.

Australien

Die Kampagne von Greenpeace in Australien, erneuerbare Energien voranzutreiben, nimmt Fahrt auf: Immer mehr Stromverbraucher verpflichten sich zu 100% erneuerbarer Energie – darunter zuletzt ALDI Australien und die Universität Sydney.

Chile

Nach einer neunjährigen Kampagne von Greenpeace gemeinsam mit einer Koalition gegen Kohleabbau beschlossen Investoren, die letzte Kohlemine Chiles in Patagonien zu schließen.

Israel

Nach einer mehrjährigen Kampagne gab das Energieministerium die Streichung von Plänen für vier neue Gaskraftwerke bekannt und reduzierte die Kapazitätspläne für fossile Treibstoffe um 60%. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die israelische Energieversorgung erneuerbar zu machen und folgt einer Kampagne gemeinsam mit lokalen Initiativen.

Italien/EU

Die Finanzierung und Versicherung von Kohleanlagen zu stoppen ist ein wesentlicher Schritt zur Energiewende. Greenpeace gelang es, UniCredit zum Überdenken seiner Kohlepolitik zu bringen und bis 2028 keine Kohleprojekte und –unternehmen mehr zu finanzieren!

Mexico

Seit 2019 versuchte der Mexikanische Präsident, die Energiepolitik des Landes in Richtung fossiler Energien zu bewegen. Erst vor Kurzem unternahm er einen Anlauf, erneuerbare Energien zu blockieren und die Verbrennung von Öl zu fördern. Greenpeace beeinspruchte dies vor Gericht – dem Antrag wurde stattgegeben und ein weiterer Versuch, klima- und gesundheitsschädliche Energien zu fördern, abgewehrt!

Spanien

Nach 30 Jahren Kampagnenarbeit hat Greenpeace Spanien im Juli erreicht, dass alle Kohlekraftwerke in Spanien früher als erwartet stillgelegt werden. Auch der letzte Energieversorger, EDP, kündigte an, seine beiden letzten Kraftwerke auslaufen zu lassen, und schließt sich damit allen anderen spanischen Versorgungsunternehmen an. Auf diese Weise wird bis 2025 oder möglicherweise früher in Spanien kein Kohlekraftwerk mehr in Betrieb sein.

Für eine saubere Welt

Fahrlässige Verschmutzung raubt Menschen in Städten den Atem, vergiftet sie mit toxischen Stoffen und verheert einzigartige Naturgebiete. Greenpeace setzt sich für lebenswerte Städte, sichere Entsorgung von Altlasten und verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Naturgebieten ein.

Eine Greenpeace-Expertin nimmt Wasserproben, um Nitrat- und Phosphat-Messungen durchzufuehren.

Belgien

Greenpeace klagte die Region Flandern in Belgien für ihren verheerenden Umgang mit Luftverschmutzung und den in der Region häufigen Verletzungen von Grenzwerten. Der Plan der Regierung, die Luft sauberer zu machen, war absolut ungenügend. Nach drei Jahren der Prozesse verurteilte das Gericht die Region und verhängte Strafen für jeden Tag, an dem die Regierung noch nicht genug für saubere Luft tut.

Libanon

Nach der Explosionskatastrophe in Beirut konnte Greenpeace verhindern, dass giftiger Schutt einfach auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet gelagert wurde, von wo Staub die BewohnerInnen bedroht hätte.

Russland

Greenpeace half, die Welt auf eine Ölkatastrophe nahe Norilsk aufmerksam zu machen. Durch mangelnde Sicherheitsmaßnahmen kollabierte ein Dieseltank, weil der Permafrost aufgrund der Klimaerhitzung auftaut und die Stützen einbrachen. Greenpeace rief die Regierung auf, die Umweltgesetzgebung zu verschärfen und Sicherheitsüberprüfungen aller solcher Anlagen durchzuführen. Der russische Präsident reagierte und wies die Regierung an, entsprechende Gesetzesänderungen vorzubereiten.

Spanien

Der Stadtrat von Madrid wollte eine Umweltzone im Zentrum der Stadt abbauen. Doch nach einer Klage von Greenpeace und Ecologistas en acción gab nun ein Gericht das endgültige Urteil: Die Umweltzone im Zentrum der Stadt bleibt!


Für Frieden und Demokratie

Nichts zerstört die Umwelt so radikal wie Kriege. Und ohne demokratische Verhältnisse ist ein unabhängiger Einsatz für die Umwelt unmöglich. Greenpeace setzt sich für Abrüstung und friedliche Lösungen ebenso wie für demokratische Grundrechte ein.

Greenpeace-AktivistInnen protestieren am deutschen Verteidigungsministerium gegen die Anschaffung neuer atomwaffenfaehiger Militaerjets in Milliardenhoehe.

Ungarn

Mehrere Jahre Protest und Initiativen gegen die Beschränkung der Arbeit von NGOs haben sich ausgezahlt: EU-Gerichtshof, dass die ungarische Anti-NGO-Gesetzgebung ein Verstoß gegen EU-Gesetze ist, da sie diskriminierende und ungerechtfertigte Beschränkungen für NGOs und ihre Unterstützer einführt. Gemäß der Entscheidung muss der ungarische Staat die Aufhebung des Gesetzes einleiten. Dies ist ein wichtiger Sieg für die NGOs in der gesamten EU, die zum Aufbau solider Demokratien beitragen.


Menschen wie Sie machen es möglich: Dank der Unterstützung können unsere Schiffe weltweit im Einsatz sein, unsere AktivistInnen Umweltverbrechen vor Ort konfrontieren, unsere ForscherInnen nach Lösungen forschen und unsere Medienprofis Druck auf Regierungen und Konzerne aufbauen. Wir werden weiterhin alles tun, um unsere zerbrechliche Erde für die Zukunft zu bewahren. Für alle Tiere, alle Bäume und alle Menschen auf diesem Planeten.

Gemeinsam mit Ihnen können wir alles schaffen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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AktivistInnen haben einen Regenbogen und den Spruch „Bereit für den Wandel!” auf die 78 Meter hohe Goeltzschtalbruecke im sächsischen Vogtlandkreis projiziert, um dem Wunsch nach Veränderung Nachdruck zu verleihen.