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veröffentlicht am 01.10.2019

Unsere größten Erfolge und Aktionen Juni-August 2019

Dank unserer UnterstützerInnen konnten wir zwischen Juni und August 2019 viele Erfolge erreichen – vom Kampf gegen illegales Tropenholz über den Kohle-Ausstieg und den Erhalt von Seelöwenkolonien bis hin zu klimafreundlichem Essen in Kantinen. Eine kleine Auswahl unserer Erfolge.

Für die Wälder der Erde

Ljuda Krjukowskaja, Ausbildnerin eines Greenpeace-Feuerlöschteams in Russland

Ob im direkten Einsatz gegen Brände, bei der Erschaffung von Schutzgebieten oder mit Wachsamkeit gegen illegale Rodungen – Greenpeace setzt sich für die Wälder der Welt ein. Denn die Wälder sind die Heimat zahlloser Tierarten und auch für uns lebensnotwendig.

Russland

Die katastrophalen Brände in Sibirien diesen Sommer machten weltweit Schlagzeilen. Eine Ursache, dass sie sich so sehr ausbreiten konnten, war lasche Gesetzgebung. Diese erlaubte es Gouverneuren, auf Brandbekämpfung zu verzichten, wenn keine Menschen in Gefahr waren und die Kosten für die Bekämpfung höher sind als der wirtschaftliche Schaden. Greenpeace hatte mit einer Petition zu einer Gesetzesänderung aufgefordert – 400.000 BürgerInnen Russlands unterschrieben. Nun ordnete der russische Premier an, die Gesetze zu ändern, und nahm dabei alle Forderungen von Greenpeace an. Damit werden Millionen Hektar Wald geschützt und hunderte Megatonnen CO2 aus der Atmosphäre fern gehalten.

Greenpeace konnte auch erreichen, dass 50 Millionen Hektar Wald entlang von Flüssen und Seen unter Schutz bleiben. 200.000 Menschen hatten gegen eine drohende Gesetzesänderung unterschrieben, die diesen Wald gefährdet hätte.

Indonesien

Der Oberste Gerichtshof Indonesiens bestätigte ein Urteil, dass die Behörden zu wenig gegen die katastrophalen Feuer in West- und Zentralkalimantan getan hätten. Berichte von Greenpeace hatten belegt, wie schlimm die Brände waren. Das Urteil verpflichtet die Regierung, sieben neue Regulierungen zum Schutz der Wälder einzuführen. Dazu gehören Evaluierungen der Brände und der Rodungsgenehmigungen und die Erstellung eines Plans, um Brände zu bekämpfen und die Opfer von Bränden zu kompensieren.

Gegen illegales Tropenholz

Greenpeace machte auf einen Transport von illegalem Tropenholz in den Hafen Antwerpen aufmerksam. Die Ladung wurde daraufhin beschlagnahmt. Sie enthielt Holz aus Gabun, geliefert von einer chinesischen Firma , die in illegale Rodungen, Geldwäsche und Steuerbetrug involviert ist. Die belgische Regierung leitete Ermittlungen gegen zwei in den Import involvierte Firmen ein. Greenpeace dokumentierte außerdem illegale Rodungen von Mukula-Holz in der Demokratischen Republik Kongo.

Für saubere Luft

Protest mit überdimensioniertem SUV bei der Automobilmesse in Frankfurt

Schmutzige Luft in Städten beeinträchtigt Lebensqualität und Gesundheit. Greenpeace setzt sich in Städten auf der ganzen Welt dafür ein, dass die Verschmutzung durch Industrie, Verkehr und Energie geringer wird.

Sauberer Verkehr

In Madrid führte ein Einspruch von Greenpeace dazu, dass die Zonen mit niedrigen Emissionen erhalten bleiben. Die neue Stadtregierung hatte dort Einschränkungen für den Verkehr aufheben wollen. Das ist ein wichtiger Erfolg für die Gesundheit der Menschen in der Stadt und ein Zeichen für den Klimaschutz.

Saubere Städte

Die indonesische Hauptstadt Jakarta, Heimat von rund zehn Millionen Menschen, ist für ihre katastrophale Luftverschmutzung bekannt. Sie wird vor allem durch Kohlekraftwerke in der Nähe verursacht. Greenpeace sammelte mit anderen Gruppen über 15.000 Unterschriften, die nun dazu führten, dass der Gouverneur der Stadt Maßnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung ankündigte.

Für den Ausstieg aus schmutziger Energie

Protest beim Kohlekraftwerk Šoštanj in Slowenien

Immer noch vergiften Öl und Kohle die Luft und treiben die Klimaerhitzung voran. Doch ihre Zeit ist abgelaufen – und Greenpeace beschleunigt ihr Ende.

Ausstieg aus Kohle

Nach einer jahrzehntelangen Kampagne gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften beschied ein polnisches Umweltgericht dem Gubin-Brody-Tagebau ein negatives Urteil. Das ist faktisch das Ende des Bergwerks – und bedeutet, dass 858 Millionen Tonnen klimaschädliche Braunkohle im Boden bleiben.

Die Slowakei entschied, künftig nicht nur das EU-Ziel der CO2-Neutralität zu unterstützen, sondern auch selbst bereits ab 2023 aufzuhören, Kohle zu verbrennen. Damit wird die Slowakei ein Klima-Vorreiter in Zentral- und Osteuropa und sendet auch eine klare Botschaft an die anderen Visegrád-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn, die noch an der schmutzigen Energie festhalten.

Die slowakische Regierung hat außerdem einem Übergangsplan für den Strukturwandel der ehemaligen Kohleregion Horna Nitra zugestimmt. Kohleabbau wird zwischen 2025 und 2027 beendet, Förderungen für Kohle spätestens 2023. Das ist ein großer Erfolg von Greenpeace und sichert das Ende von Kohle in der Slowakei.

Der Nationale Umwelttribunal von Kenia widerrief die Umweltverträglichkeitsprüfung der Nationalen Verwaltung für das Lamu-Kohlekraftwerk. Grund waren mangelnde öffentlicher Beteiligung und widerrechtliche Lizenzierung. Greenpeace hatte energisch gegen das Kraftwerk und die Kitui-Kohlemine kampagnisiert.

Ausstieg aus Öl

Das Parlament von Norwegen hat entschieden, dass der norwegische Ölfonds aus acht riesigen Kohle- und mehreren Öl- und Gas-Konzernen aussteigen wird und damit mindestens 13,8 Milliarden Dollar von fossilen Energien abziehen wird. 14 Milliarden Dollar sollen künftig in die Infrastruktur für erneuerbare Energien gehen.


Für eine klimafreundliche Ernährung

In Bueonos Aires protestieren AktivistInnen für die letzten Jaguare, die durch die Viehzucht verdrängt werden

Der immer größer werdende Fleischkonsum hat schlimme Folgen: Immer mehr Wälder werden für Weiden und Sojafutterplantagen abgerodet, die inhumane Massentierhaltung nimmt zu. Greenpeace setzt sich für ein Ernährungssystem ein, das weniger auf Fleisch baut und damit gesünder ist – für die Erde und für uns.

Öffentliche Beschaffung

Die Städte Kopenhagen und Aarhus werden nach einer Greenpeace-Kampagne künftig mehr klimafreundliches Essen in den städtischen Kantinen anbieten. In Kopenhagen betrifft das rund 70.000 Mahlzeiten und einen Schnitt der Emissionen um 25%!

Tierfabriken

In Soria im spanischen Kastilien war die größte industrielle Rinderzucht Spaniens geplant, mit über 23.000 Kühen – mit schlimmen Konsequenzen für das Wohl der Tiere und das Wasser der Region. Eine Petition konnte erreichen, dass das Projekt nun um mindestens ein Jahr verzögert ist. Greenpeace kämpft weiter dafür, dass es ganz gestrichen wird.

Für die unersetzlichen Naturschätze

ForscherInnen am Amazonasriff

Damit wertvolle Lebensräume und nicht wiederzubringende Naturgebiete nicht der Profitgier zum Opfer fallen, forscht Greenpeace und setzt sich für ihren Erhalt ein.

Bergbau

44 Bergbauprojekte in den argentinischen Anden konnten nach einer Greenpeace-Kampagne gemeinsam mit lokalen Gemeinden gestoppt werden, da sie zu nahe an schützenswerten Gletschern sind.

Verschmutzung

Der Bürgermeister von Bogotá in Kolumbien unterzeichnete nach einer Kampagne eine Übereinkunft über die Errichtung einer Kläranlage, die den hochverschmutzten Bogotá-Fluss retten soll.

Lebensräume

In Argentinien konnte Greenpeace gemeinsam mit UnterstützerInnen ein Stadtentwicklungsprojekt verhindern, das eine Kolonie seltener Seelöwen zerstört hätte.

Walgefängnis

Seit dem Sommer läuft die Befreiung der seit einem Jahr im "Walgefängnis" gefangen gehaltenen Wale. Seit August sind nun alle Orcas frei – die leiden besonders unter den engen Verhältnissen. Greenpeace beobachtet weiter, damit auch die Belugas so schnell wie möglich frei kommen.


Diese Erfolge wurden durch Menschen wie Sie ermöglicht, die uns unterstützen und unseren AktivistInnen so ermöglichen, überall auf der Welt im Einsatz zu sein. Wir danken dafür – und werden weiterhin gemeinsam mit Ihnen im Einsatz für die Welt sein!

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