veröffentlicht am 10.09.2021

Unsere wichtigsten Aktionen und Erfolge Mai-August 2021

Die Zeiten bleiben herausfordernd. Aber wir konnten gemeinsam mit Ihnen wieder viele Erfolge erreichen! Greenpeace war besonders aktiv, um die Ursachen der Klimakrise zu bekämpfen. Und wir erreichten viel.

Gegen die tödlichen Ölpesten

Trotz der Beteuerungen der Ölindustrie bleibt Erdöl von Förderung bis zur Verbrennung ein durchgehend schmutziger Energieträger. Greenpeace sorgt dafür, dass die Ölkonzerne keine neuen Gebiete gefährden und arbeitet für das Ende der schwarzen Ölpesten.

Kajak-AktivistInnen protestieren vor Maschinerie für Ölbohrungen nahe Stavanger in Norwegen

Australien

Die Große Australische Bucht beherbergt Delfine, Wale und viele andere Meerestiere. Doch Ölbohrpläne bedrohten das Leben. Deshalb kämpft Greenpeace mit einer breiten Allianz für den Stop der Ausbeutung der Ölvorkommen: Indigene Gruppen, Tourismusbetriebe, selbst SurferInnen haben sich zusammengefunden, um gegen Big Oil zu kämpfen.

Mit Erfolg: Nach Ölriesen wie BP und Equinor gaben nun auch die Konzerne Santos und Murphy Oil bekannt, dass sie ihre Pläne, in der Großen Australischen Bucht nach Öl zu bohren, aufgeben werden. Die Delfine und Wale sind ein Stück sicherer!

Grönland

Unter dem Eisschild Grönlands werden Ölvorkommen vermutet. Jahrzehntelang haben grönländische Regierungen darin nur den Reichtum gesehen und nicht die Gefahr für Umwelt und Klima. Greenpeace protestierte und informierte gegen die Ausbeutung.

Doch die neue Regierung lenkte ein. Sie kündigte an, keine neue Öl- und Gasexploration in Grönland mehr zu genehmigen, wegen der Gefahr für die Zukunft des Landes durch die Klimaerhitzung.

Norwegen

In der Hauptversammlung des norwegischen Ölkonzerns Equinor wurde ein Antrag von Greenpeace aufgenommen. Der Konzern wird nun detaillierte Informationen über die CO2-Emissionen aller von ihnen betriebenen Ölfelder in der ganzen Welt veröffentlichen und ihre Arbeit im Bereich der biologischen Vielfalt verstärken.

Ungarn

Mitten im ungarischen Nationalpark Őrség, wo Tiere wie Schwarzstorch, Dreizehenbussard und Wespenbussard zuhause sind, wollte ungarns Ölgigant MOL nach Öl bohren. Doch eine schnelle Kampagne und der daraus folgende öffentliche Aufschrei setzten dem ein Ende – MOL hat die Pläne aufgegeben.

Für das rasche Ende der Kohle

Kohle ist ein veralteter Energieträger, der Klima, Gesundheit und Wasser zerstört. Deshalb ist der Einsatz gegen die schmutzigste Energieform wesentlich für Greenpeace.

„Wasser oder Kohle?" steht auf dem Transparent einer AktivistInnen vor dem Bulgarischen KKW Maritsa Ost II

Australien

Im Kohleland Australien wird der größte Energieverbraucher, Tomago Aluminium, den schmutzigen Kohlestrom von AGL durch erneuerbare Energien ersetzen.

Polen

Polen galt lange als eines der wichtigsten Kohleländer Europas. Doch verstärktes Bewusstsein über gesundheitliche Folgen, Zerstörung der Natur und Abhängigkeit von Kohleimporten lassen diesen Status schwanken. Jetzt erreichte Greenpeace dort einen Doppelerfolg.

Zum einen wurde eine einstweilige Verfügung gegen den Turów-Kohletagebau an der tschechisch-deutsch-polnischen Grenze erlassen. Denn die Anlage entzieht der tschechischen Seite der Grenze Wasser und hat auch negative Auswirkungen auf die deutschen Gemeinden. Greenpeace hatte auf fehlerhafte Verlängerungsverfahren hingewiesen und die tschechische Regierung auf Einspruch gedrängt. Der Kohleabbau ist jetzt zumindest bis zur endgültigen Entscheidung eingestellt.

Und das polnische Verwaltungsgericht hob eine ministeriale Entscheidung über die Ausnahmeregelung für Schadstoffausstoß der Kraftwerke Pątnów I und das Kraftwerk Konin auf. Die Kraftwerke müssen nun sicherstellen, EU-Normen zu entsprechen.

Finnland

Die Stadt Helsinki wird ihr Kohlekraftwerk Hanasaari im April 2023 abschalten, fast zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Dies ist ein Zeitrahmen, den man einst für unmöglich hielt. Erreicht wurde das durch eine geduldige Kampagne von Greenpeace und der Klimabewegung, die bis zu unserer ersten Aktion gegen das Kraftwerk im Jahr 1997 zurückreicht.

Italien

Der größte italienische Versicherungskonzern, Generali, wird aus der Kohle aussteigen. Auch anderen fossile Brennstoffen wie Teersand und Erdöl sowie Bohrungen in der Arktis werden begrenzt. Ohne diese Finanzierung sind neue gefährliche Projekte im fossilen Sektor wieder ein Stück schwieriger Geworden. Das hat weltweite Konsequenzen und ist ein großer Erfolg von vier Jahren europaweiter Kampagnenarbeit.

Für Klimaschutz und Energiewende

Wir müssen die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise verhindern. Und wir können es, wenn wir fossile Energieträger verbannen und auf saubere, erneuerbare Energie umsteigen – ohne dabei mit falschen Lösungen Zeit zu verlieren.

Im Hafen von Kiel haben AktivistInnen die Ausfahrt eines Kriegsschiffes blockiert, das Gasvorkommen schützen soll

Belgien

Immer wieder versuchen Konzerne, statt umweltfreundlich zu werden, mit sogenanntem „Greenwashing” umweltfreundlich zu scheinen – sie setzen reine Marketingmaßnahmen, aber verändern ihre Methoden nicht. Greenpeace kämpft mit Aufklärung und Aufdeckungsarbeit gegen solche Mittel. Die belgische Werbeaufsichtsbehörde GEP hat jetzt einer solchen Methode einen Riegel vorgeschoben: Sie hat beschlossen, dass die Bezeichnung „umweltfreundlich” für fossiles Gas irreführend ist. Dies ist ein erster Erfolg einer Greenpeace-Kampagne, die das Problem der Werbung für fossile Brennstoffe adressiert.

China

Große Unternehmen zum Umdenken zu bringen kann viel gegen den Klimawandel bewirken. Greenpeace hat das in China jetzt gleich zweimal geschafft. AtHub ist das zweite große chinesische Rechenzentrumsunternehmen, das sich bis 2030 zu 100 % erneuerbaren Energien verpflichtet – und Baidu, eines der größten Tech-Unternehmen in China, hat sich verpflichtet, bis 2030 Kohlenstoffneutralität zu erreichen!

Deutschland

Greenpeace hatte gegen in Deutschland eine Klimaklage eingebracht. Solche Klagen sind ein Weg, Staaten und Konzerne dazu zu bewegen, endlich ihre Verpflichtungen zum Klimaschutz zu erfüllen. Das Bundesverfassungsgericht kam zu dem Schluss, dass das deutsche Klimagesetz teilweise verfassungswidrig ist und nicht ausreicht, um die Menschenrechte heutiger und zukünftiger Generationen zu schützen. Der Gesetzgeber muss das deutsche Klimagesetz bis Ende 2022 anpassen und einen kohärenten Reduktionspfad zur Erreichung der Treibhausgasneutralität im Sinne des Pariser Abkommens festlegen. Das Urteil setzt einen weltweit beachtlichen neuen Standard für den Klimaschutz als Menschenrecht und wird zu einem weiteren wichtigen Bezugspunkt für alle weltweit anhängigen Klimaprozesse.

Europäische Union

Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, ihre Geldpolitik umweltfreundlicher zu gestalten und auf das brennende Problem der Klimakrise zu reagieren. Künftig sollen nur Unternehmen, die sich an das Pariser Klimaabkommen halten, für Asset Purchases in Frage kommen.

Frankreich

Der Oberste Verwaltungsrat Frankreichs hat die Regierung angewiesen, „alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen”, um Frankreich bis April 2022 wieder auf den richtigen Weg der Emissionsreduzierung zu bringen.

Niederlande

Auch in den Niederlanden führte eine Klimaklage zum Erfolg. Greenpeace hatte sie gemeinsam mit anderen NGOs und 17.379 individuellen MitklägerInnen gegen Shell eingebracht.

Das Gericht in Den Haag entschieden, dass Shell für die Schädigung des Klimas verantwortlich ist. Shell muss nun einen radikalen Kurswechsel vornehmen und seine CO2-Emissionen bis 2030 um 45 % senken. Es ist das erste Mal, dass ein großes Unternehmen, das fossile Brennstoffe herstellt, für seinen Beitrag zum Klimawandel zur Rechenschaft gezogen und aufgefordert wird, seine Kohlenstoffemissionen in der gesamten Lieferkette zu reduzieren.

Spanien

Eine der weniger bekannten schmutzigen Grundlagen von Atomkraft ist der Abbau von Uranerz. Dabei entstehen große Mengen radioaktiver Abraum. Durch die Verwendung aggressiver Chemikalien bei der Weiterverarbeitung des Uranerzes können die Böden auch mit Schwefelsäure, Quecksilber, Arsen und anderen Chemikalien kontaminiert werden.

Doch nicht mehr in Spanien: Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft hat Greenpeace die Schließung der Uranmine Retortillo-Santidad bei Salamanca erreicht. Der Uranabbau in Spanien ist damit für immer beendet.

USA

Kalifornien ist nicht nur ein beliebiger Bundesstaat der USA: Wäre der Staat unabhängig, wäre er die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Jede Maßnahme, die dort getroffen wird, hat deshalb große Bedeutung. Und eine wichtige hat Greenpeace nun erreicht: Gouverneur Newsom nannte zum ersten Mal einen Zeitplan für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen.


Für ein Landwirtschaft ohne Tierleid

Gesunde Landwirtschaft zaubert gesundes Essen auf den Tisch. Industrielle Landwirtschaft aber kann Tiere quälen, Giftstoffe in die Welt setzen und Lebensräume zerstören. Wir kämpfen für eine faire, moderne und gesunde Landwirtschaft!

Bei der Konferenz der EU-HandelsministerInnen machen AktivistInnen auf die Gefahren des EU-Mercosur-Handelspaktes aufmerksam

Europäische Union

Die Bienen sind gefährdet, und Pestizide sind dafür wesentlich mitverantwortlich. Deshalb arbeitet Greenpeace seit langem für das Verbot von Bienengiften. 2018 verfügte der Europäische Gerichtshof dann das Verbot der schlimmsten Bienenkiller aus der Klasse der Neonicotinoide – Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam. Doch Bayer legte Berufung dagegen ein. Jetzt lehnte der Europäische Gerichtshof die Berufung ab: Das Verbot entspricht dem Vorsorgeprinzip. Damit bleiben die Bienen sicher vor den drei Giften!

Spanien

Dreifacher Sieg und ein Bonus gegen Massentierhaltung in Spanien: Die größte geplante Tierfabrik in Spanien erhielt einen Rückschlag, der vermutlich der Todesstoß wird, weil die Behörden die Wasseruntersuchung verweigerten. In Navarra wurde das erste regionale Moratorium gegen Massentierhaltung. Und ebenfalls in Navarra verklagt die Umweltbehörde eine Tierfabrik, deren schlechte Umweltpraktiken Greenpeace im Februar aufgedeckt hatte (es ist dasselbe Unternehmen, das das größte Projekt betreibt). Und der Bonus: In nur zwei Monaten unterzeichneten mehr als 130.000 Menschen unsere Petition gegen Massentierhaltung.

Gegen die Plastikflut

Einwegplastik verschmutzt die Meere, tötet Tiere und gelangt über die Nahrungskette auch zu uns zurück. Die Plastikhersteller wollen noch mehr Plastik in die Welt setzen. Doch Greenpeace kämpft mit aller Kraft gegen Einwegplastik und für Mehrweg.

TaucherInnen haben in der Adria Proben entnommen, um die Mikroplastikbelastung zu untersuchen, und fordern die Verteidigung der Meere

Kroatien

Wie eine Schiffsexpedition von Greenpeace vor kurzem zeigte, ist die Adria voller Plastik. In jeder genommenen Probe wurden Mikroplastikteile gefunden. Es beeinträchtigt die Naturräume der Region und ist eine Gefahr für Tier und Mensch.

In Kroatien wurde jetzt ein wichtiger Schritt gegen diese Plastikflut gesetzt. Nachdem eine Petition zum Verbot von leichten Plastiktüten von 65 000 Menschen (!) unterzeichnet wurde, wird als Teil des Gesetzes über die Abfallwirtschaft jetzt ein Verbot von leichten Plastiksackerln eingeführt, wirksam am 1.1.2022.

Türkei

Europäische Staaten sind oft stolz auf ihre Müllverwertung. Doch immer wieder wird der Müll weder vermieden, noch recycelt, noch anderweitig umweltgerecht entsorgt – tatsächlich landet er immer wieder in illegalen Transporten in anderen Teilen der Welt. Dazu gehört auch die Türkei: Greenpeace-InvestigatorInnen hatten auf türkischen Müllplätzen Plastikmüll aus Europa gefinden, darunter aus Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland, aber auch Österreich.

Greenpeace startete in der Türkei die Kampagne „Lasst die Türkei nicht zur Müllkippe werden.” Mit Erfolg: Die türkische Regierung hat am 18. Mai die Einfuhr von Abfällen der Ethylenpolymergruppe, die den größten Anteil an den Kunststoffabfallimporten hat und im täglichen Leben häufig verwendet wird, verboten.

Für den Erhalt der Wälder und der einzigartigen Naturschätze

Uralte Wälder und geschützte Naturräume sind die Zuflucht zehntausender Arten. Sie schützen uns vor Krankheiten, Artensterben und Klimakrise. Greenpeace ist auf der ganzen Welt im Dauereinsatz, um sie vor kurzsichtiger Zerstörung zu retten.

AktivistInnen demonstrieren mit einem Diorama der Regenwaldzerstörung vor der Wiener Zentrale von Mondelēz.

Belgien

Ein umstrittenes Wassergesetz hätten in Belgien den Bau von Objekten Hotels, Bars, Parkplätzen usw. an jetzt geschützten Flussufern, See- und Meeresküsten ermöglicht. Es war symbolisch für die Post-Corona-Pläne der belgischen Regierung, im Namen des wirtschaftlichen Fortschritts Umweltstandards abzubauen. Greenpeace setzte sich mit einer Koalition aus Umwelt- und Frauengruppen zur Wehr und ermutigte die Menschen, ihre notariell beglaubigten Unterschriften abzugeben, um ein Referendum zu erreichen. 40.000 waren dafür notwendig. Die Unterschriften wurden am Ende dem Parlament übergeben – und es waren 50.000, also mehr als genug. Das Referendum über das umstrittene Gesetz wird vermutlich im Juli 2022 durchgeführt.

Demokratische Republik Kongo

Der Regenwald im Kongo-Becken ist eine der wichtigsten Kohlenstoffsenken der Welt. Bedroht ist er von Abholzung, Kautschuk- und Palmölabbau. Im Nationalpark Salonga, dem größten Regenwaldreservat Afrikas, wurden auch Ölkonzessionen vergeben. Der Wald stand auf der roten Liste der UNESCO. Greenpeace Afrika erreichte, dass die Behörden der Dem. Rep. Kongo die Ölkonzessionen im Nationalpark als rechtswidrig anerkannten und sie strichen. Und die UNESCO konnte den Wald von der roten Liste streichen.

Indonesien

Die Zerstörung der indonesischen Wälder für Palmöl hat riesige Ausmaße erreicht. Tiere wie Sumatra-Nashörner und Orang-Utans verlieren ihr Zuhause und auch die Recht der Indigenen werden immer wieder missachtet.

Doch der Widerstand zahlt sich aus: Nach jahrelangem Kampf der indigenen Gemeinden gemeinsam mit Greenpeace gegen die Abholzung ihrer Wälder für Palmöl hat die Provinzregierung von West Papua 14 Lizenzen über 320.000 Hektar (eine Fläche größer als Luxemburg) widerrufen. Dies ist ein großer Erfolg für das Greenpeace Indonesia Papua Projekt, nachdem es seit 2007 mit dem Stamm der Knasaimos im südlichen Sorong Distrikt zusammenarbeitet, wo schließlich vier Lizenzen widerrufen wurden.

Mauritius

Greenpeace hat die Regierung von Mauritius seit Monaten über Presse und Briefe aufgefordert, bei der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) die Deklaration ihrer Gewässer zu einem besonders sensiblen Seegebiet (PSSA) zu erklären. Das Ziel wurde erreicht – die Regierung von Mauritius hat den Antrag eingereicht.

Österreich

Der Neusiedler See ist ein einzigartiges Naturgebiet und Zuflucht für viele Vögel. Doch die schrittweise Verbauung bedroht das Ökosystem. Und ein Luxus-Megaprojekt auf der ungarischen Seite gefährdet jetzt auch den Status als UNESCO-Welterbe. Greenpeace-AktivistInnen protestierten bei der Ungarischen Botschaft in Wien und forderte die Rettung des Neusiedlersees. Die Petition wurde in wenigen Wochen von 20.000 Menschen unterschrieben.

Und um die Notwendigkeit des Artenschutzes zu betonen und die Bundesregierung aufzufordern, sich bei der Biodiversitätskonferenz für starke und sanktionierbare Maßnahmen einzusetzen, installierten Greenpeace-AktivistInnen am Stephansplatz in Wien ein 3D-Bild.

Schweden

Die indigene Gruppe der Samen oder Sapmi im Norden Skandinaviens lebt vom Rentierhüten und benötigt dazu intakte Wälder. Doch immer wieder dringen Forstunternehmen in ihr Gebiet ein und verletzen ihre Rechte.

Zuletzt wollte Schwedens größtes Forstunternehmen, die Firma Sveaskog, bei Sami-Muonio Wälder zu roden beginnen – ohne die vereinbarte Absprache mit den AnwohnerInnen. Doch Greenpeace-AktivistInnen patrouillerten in der Gegend gemeinsam mit Sami und konnten die Gefahr erkennen. Sie blockierten die Rodungsmaschinen. Weitere AktivistInnen verstärkten sie innerhalb weniger Tage. Nachdem die Medien zunehmend auf die Situation aufmerksam wurden, sagte Sveaskog die Rodungen ab.

Spanien

Seit den 1990er Jahren kämpfte Greenpeace in Spanien gegen die Papierfabrik ENCE an der Mündung des Lérez in Pontevedra. Denn die Fabrik verschmutzte die Küste Galiziens. Jetzt haben wir vor Gericht gesiegt: Die ENCE-Papierfabrik wurde für illegal erklärt.

Für sauberen Verkehr für alle

Veraltete Verkehrsformen sorgen für Lärm in Städten, isolierte Gemeinden am Land und tragen zu Luftverschmutzung und Klimakrise bei. Greenpeace arbeitet für die Verkehrswende – damit allen Menschen saubere und effiziente Möglichkeiten, von A nach B zu kommen, offenstehen.

AktivistInnen sind mit dem Zug zum Wiener Bundeskanzleramt gekommen, um besseren Schienenverkehr zu fordern.

Österreich

Immer noch setzt die Politik zu sehr auf die Straße und zu wenig auf die Schiene. AktivistInnen kamen deshalb mit einem Zug vor das Bundeskanzleramt und forderten: Schiene statt Straße!

Spanien

Nachbarschaftlicher Einsatz zahlt sich aus: In Madrid wurde eine Schule im Laufe der Jahre von immer mehr unansehnlichen Flächen eines Gewerbegebietes umringt, darunter sogar eine Zementfabrik. Und eine der letzten Flächen um die viel zu kleine Schule sollte nicht an die Bildungseinrichtung übergeben werden, sondern zum Parkplatz werden. In einem anderen Stadt sollten auf einer der ganz wenigen unbebauten freien Flächen ein Parkhaus errichtet werden – eine weitere Einschränkung der Lebensqualität.

Doch gemeinsam mit den AnwohnerInnen hat Greenpeace erreicht, dass die Flächen jetzt an die Kinder und an die Jugend- und Kultureinrichtungen übergeben werden. Das hat bereits andere Stadtteile motiviert, sich für mehr öffentliche und grüne Flächen und bessere öffentliche Verkehrsmittel in der Gegend einzusetzen.

Für Demokratie, Frieden und freien Protest

Der Einsatz für die Umwelt ist auch der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit für Protest. Denn nur in einer friedlichen Welt kann der Einsatz für die Umwelt erfolgreich sein – und nur das Recht auf Protest macht ihn überhaupt möglich. Greenpeace kämpft mit ganzem Herzen dafür.

In Hamburg eröffnet Greenpeace eine Ausstellung über deutsche Waffenexporte

Australien

Große Konzerne versuchen immer wieder, Protest mit sogenannten „SLAPP-Klagen” kleinzuhalten. Dies sind Klagen, die nicht auf Gewinn ausgelegt sind, sondern der Einschüchterung durch Prozesskosten und die Möglichkeit hoher Strafen dienen. Zuletzt geschah dies in Australien – Australiens größter Klimaverschmutzer, der Stromerzeuger AGL wollte Greenpeace wegen der parodistischen Verwendung des Logos klagen und einschüchtern.

Doch die Klage wurde vor Gericht abgewiesen. Damit kann sich Greenpeace weiter für die Energiewende in Australien einsetzen und hat für andere zivilgesellschaftliche Initiativen ein Vorbild geschaffen, dass auch der Einsatz gegen große Konzerne möglich ist und Einschüchterungstaktiken nicht funktionieren.

Slowakei

Vor der COP18 in Krakau wurden 12 AktivistInnen, die den Förderturm der Novaky-Kohlemine bestiegen hatten, für einige Tage festgehalten. Sie wurden freigesetzt, aber hohe Geldstrafen blieben, die Aktivisten wurden mit Extremisten und terroristischen Gruppen verglichen.

Die Entscheidung wurde vor Gericht angefochten, und die Geldstrafen wurden als unverhältnismäßig anerkannt – ein wichtiges Zeichen für die Freiheit des friedlichen Protests!

Tunesien

Eine Explosion in einer Asphaltanlage im tunesischen Gabes hatte mehrere Opfer gefordert. Greenpeace forderte gemeinsam mit einem Netzwerk anderer Organisationen und Gruppen Konsequenzen für die Verantwortlichen.
Jetzt verurteilte das Gericht die Verantwortlichen zu Geldstrafen, die an die Familien der Opfer ausgezahlt werden sollen. Dies ist ein Signal, dass Unternehmen nicht fahrlässig gegen Leben, Gesundheit und Umwelt handeln dürfen.

Wir haben viel erreicht – und es sind Menschen wie Sie, die das möglich gemacht haben. Denn nur Ihre Unterstützung erlaubt es unseren AktivistInnen, auf der ganzen Welt Umweltverbrechen zu vereiteln. Nur Ihre Unterstützung ermöglicht sorgfältige Forschung über Umweltzerstörung und ihre Folgen. Nur Ihre Unterstützung gibt unseren Medienprofis die Mittel, hunderttausende Menschen zu informieren und die Stimme der Umwelt so zu vervielfältigen.

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Die Rainbow Warrior unterwegs im Pazifik, um über den Tiefseebergbau zu berichten.