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veröffentlicht am 23.07.2018

Unsere Erfolge im Juni 2018

Von russischen Wäldern über koreanische Elektronik bis hin zum antarktischen Krill: Der Einsatz von Millionen UnterstützerInnen brachte im Juni 2018 besonders schöne Erfolge – Erfolge, die umso mehr motivieren, sich für eine gesunde Umwelt einzusetzen.

Antarktis

Seit Anfang des Jahres kämpft Greenpeace mit aller Kraft für die Errichtung eines Meeresschutzgebietes im antarktischen Weddellmeer. Denn die Lebensgrundlage der Antarktis ist von der rücksichtslosen Profitgier der industriellen Fischerei bedroht.

  • Auf einer von Greenpeace organisierten Konferenz gaben Vertreter der Krill-Fängerei bekannt, dass sie sich aus weiten Teilen der Antarktis und dem Umfeld von Pinguin-Brutkolonien zurückziehen werden – und dass sie die Forderung von Greenpeace nach einer Kette von Meeresschutzgebieten in der Antarktis unterstützen werden! Die Selbstverzichtung wird von 85% der Industrie mit getragen. Damit wird sie im Oktober, wenn die Antarktiskommission über den Schutz des Weddellmeeres berät, nicht dagegen lobbyieren – ein großer Meilenstein ist erreicht.
  • Um der Antarktiskommission für ihre Entscheidung Fakten vorlegen zu können, forschte die Arctic Sunrise direkt vor Ort. Vier Areale des Meeresbodens wurden nun dank der gewonnen Erkenntnisse als „Verwundbare Meeres-Ökosysteme“ anerkannt und werden besonderen Schutz erhalten.

Atomkraft

Die mächtigen Atomkonzerne versuchen ihre veraltete Form der Energiegewinnung mit allen Mitteln am Leben zu halten. Greenpeace klärt über die Gefahren der Atomkraft auf, um den Übergang auf wirklich sichere und erneuerbare Energien voranzutreiben.

  • Greenpeace-AktivistInnen hatten im November mit Aktionen in zwei französischen Atomanlagen gezeigt, wie anfällig diese für Angriffe sind. Die daraufhin einberufene Kommission des französischen Parlaments veröffentlichte nun ihren Bericht über die Sicherheitsmängel. Sie können nun nicht mehr von Électricité de France, dem Betreiber der Anlagen, unter den Tisch gekehrt werden.

Klima und Energiewende

Wir können die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern – wenn wir jetzt den Ausstieg aus fossilen Energien angehen. Greenpeace kämpft dafür, ihn zu beschleunigen.

  • Jahrelang war Samsung Electronics das schwarze Schaf unter den Elektronikherstellern, was Klimaschutzmaßnahmen betrifft. Doch eine jahrelange Kampagne von Greenpeace zeigt nun Wirkung: Der Konzern wird seine Niederlassungen in Europa, China und den USA auf 100% erneuerbare Energien umstellen. Seine Halbleiterfabriken in Korea bekommen Solar- und Geothermikanlagen, die Produktionskette wird CO2-transparent. Samsung hatte bisher einen CO2-Ausstoß so groß wie Bolivien – dank Greenpeace bald nicht mehr!
  • Gesetzgeber in Kalifornien haben zwei Gesetzesvorlagen zugestimmt, die eine von der Trump-Administration geplante Ausweitung von Ölbohrungen am Pazifik verhindern.
  • Dank eines europaweiten Projekts von Greenpeace konnte ein wichtiger Fortschritt in der Demokratisierung des europäischen Energiesystems erreicht werden. EU-Parlament, Kommission und Rat stimmten einer neuen Direktive für erneuerbare Energien zu. Ihr Ziel ist bis 2030 ein Anteil von 32% erneuerbaren Energie am Strommix sowie die Rolle der Bürger und ihr Schutz im Energiesystem festzuschreiben. Damit können 500 Millionen EuropäerInnen eine aktivere Rolle für die Energiewende einnehmen!
  • Greenpeace entdeckte im spanischen Budgetplan eine Förderung von fünf Millionen Euro für Kohleabbau und machte sie bekannt. Nun wird dieses Geld auf die wirtschaftliche Reaktivierung von ehemaligen Kohleregionen umgeschichtet.
  • Nach einer Greenpeace-Kampagne wird der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan die Emissionsschutzzone in London ausweiten. In dieser gelten Einschränkungen für Dieselfahrzeuge und strikte Emissionsrichtlinien – sie ist die größte solche Zone in Europa und vermutlich die größte der Welt.

Landwirtschaft und Ernährung

Wie wir uns ernähren, beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit; die Landwirtschaft ist auch ein wichtiger Faktor für Klimaschutz und Erhaltung der Artenvielfalt. Greenpeace kämpft für eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet und allen Menschen gesunde Ernährung ermöglicht.

  • Studien von Greenpeace deckten Verbindungen zwischen Politikern und Konzernen der industriellen Landwirtschaft auf. Das trug dazu bei, dass Gesundheit und Klimaschutz nun eine Stimme in der europäischen Landwirtschaftspolitik bekommen. Vertreter der Öffentlichkeit werden echten Einfluss auf die Gemeinsame Agrarpolitik der EU bekommen (sie macht 40% des EU-Budgets aus, verteilt 59 Milliarden Euro pro Jahr und gibt die Richtung für die europäische Landwirtschaft vor).
  • Auf Initiative von Greenpeace wird die französische Stadt Lilles in ihren öffentlichen Kantinen nun zwei vegetarische Mahlzeiten anbieten. Das betrifft 14.000 Mahlzeiten pro Tag!

Müll

Der sorglose Umgang mit Ressourcen in der Wegwerfgesellschaft spiegelt sich im Müllproblem wieder. Greenpeace setzt sich dafür ein, die Flut an Einwegverpackungen an der Quelle zu stoppen.

  • 300.000 Menschen haben eine Greenpeace-Petition für ein Pfandsystem für Getränke in England unterschrieben – jetzt wird es eingeführt.

Wald

Die Wälder der Welt sind zusammen mit den Meeren die grünen Lungen der Erde. Sie zu erhalten ist wesentlich auch für den Klimaschutz. Deshalb stellen sich die AktivistInnen von Greenpeace ihrer Rodung entschlossen entgegen.

  • Greenpeace deckte den größten Fall illegaler Abholzungen in der russischen Geschichte auf, worauf die drei Hauptverantwortlichen verhaftet und weitere Rodungen verhindert wurden. 500 Hektar Wald im Tukolon-Schutzgebiet nahe dem Baikalsee konnten so gerettet werden.
  • Wilmar International, der größte Händler von Palmöl, gab 2013 an, sich für ein Ende der Abholzung des Regenwaldes für Palmöl einzusetzen. Doch Greenpeace deckte auf, dass der Konzern seit damals Regenwaldgebiete von der doppelten Größe von Paris vernichtet hat. Eine Woche später trat der Mitbegründer von Wilmar zurück.

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