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veröffentlicht am 13.03.2019

Greenpeace Erfolge Jänner-Februar 2019

Greenpeace konnte das Jahr 2019 bereits stark beginnen: Vom Stopp von illegalen Rodungen über erste Strategien für eine saubere Luft in Indien, Kennzeichnungspflicht für Fleisch, oder der Wiederaufforstung russischer Wälder – mit Hilfe der UnterstützerInnen wurde viel erreicht.

Klima und Luftverschmutzung

Überall auf der Welt setzen sich Jugendliche für den Klimaschutz ein. Auch Greenpeace kämpft weiter darum, die schlimmsten Folgen der Klimaerhitzung zu verhindern – und Maßnahmen durchzusetzen, die gleichzeitig eine Verbesserung der Luftqualität bedeuten.

  • Die von der deutschen Regierung eingesetzte Kohlekommission, die Empfehlungen für den Ausstieg aus der Kohleförderung in Deutschland aussprechen soll und an der auch Greenpeace beteiligt war, hat sich geeinigt. Deutschland wird sein letztes Kohlekraftwerk bis spätestens 2038 stilllegen.
  • Nach zwei Jahren Kampagnenarbeit und der engen Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft wurde die Annullierung des geplanten Kohlekraftwerks in der türkischen Region Thrakien angekündigt. Der Kampf wurde bis dato von lokalen Frauen geführt, die von Greenpeace unterstützt werden. Es waren mehr als 40 Kohlekraftwerke in Planung. Greenpeace forderte den Abbruch der Pläne und konnte mit Hilfe der lokalen Gemeinschaft den Baustopp erzwingen.
  • Am 10. Januar 2019 veröffentlichte die indische Regierung offiziell den ersten nationalen Aktionsplan für saubere Luft in Indien. Greenpeace Indien setzt sich seit über 3 Jahren dafür ein, diesen Plan voranzutreiben.

Landwirtschaft und Lebensmittel

Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat schwere Folgen: Monokulturen und massiver Pestizideinsatz gefährden die Artenvielfalt. Gleichzeitig werden große Flächen für Weideland und Futtermittel gerodet. Greenpeace setzt sich für eine nachhaltige und biologische Landwirtschaft ein.

  • Edeka, der größte Einzelhändler in Deutschland, hat unserer Nachfrage entsprochen und die Kennzeichnung von Frischfleischprodukten eingeführt.
  • Die Meat & Dairy-Kampagne veröffentlichte einen Report, der gezeigt hatte, dass über 71% der landwirtschaftlichen Flächen Europas für Tierfutter verwendet wird und fast ein Fünftel des Gesamtbudgets der EU mit der Tierhaltung verbunden ist. Zwei Tage danach übernahm der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments mehrere Abänderungen, die eine Einschränkung für fabriksartige Landwirtschaft in Europa bedeuten.
  • Ein weiterer Erfolg von Meat & Dairy: Mehrere europäische Städte ermutigen pflanzliche Ernährung. Darunter ist die siebtgrößte Stadt Frankreichs, Montpellier, die ab September eine vegane Alternative pro Woche und zwei fixe vegetarische Mahlzeiten in ihren Schulkantinen anbieten wird. Der Stadtrat von Helsinki indes stimmte dafür, den Milch- und Fleischverbrauch der Stadt über die nächsten sechs Jahre um die Hälfte zu reduzieren.

Meere

Die Meere sind in der Krise: Verschmutzung, Überfischung und industrielle Ausbeutung bedrängen die Vielfalt. Doch wir brauchen gesunde Meere für eine gesunde Erde. Greenpeace deckt die Ausbeutung der Meere auf und setzt sich für starke Meeresschutzabkommen ein.

  • In Chile wurden der Nationalpark Kawésqar und das Nationalreservat Kawésqar in Chile offiziell eröffnet. Ursprünglich hätten die angrenzenden Meeresgewässer nicht dazu gehören sollen. Doch die Arbeit von Greenpeace gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften änderte dies, so dass das empfindliche Ökosystem nun eine Chance auf dauerhaften Schutz hat.
  • Die argentinische Provinzregierung Feuerland hat öffentlich angekündigt, dass sie die für den Beagle-Kanal in Ushuaia geplanten Projekte zur Lachszucht nicht vorantreiben wird. Zwischen dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri und dem Königreich Norwegen besteht eine Vereinbarung über die Entwicklung der Lachszucht in Feuerland, aber die Provinz ist der "Besitzer" der natürlichen Ressourcen, wodurch das Projekt nach Intervention von Greenpeace gestoppt werden konnte.

Wald und Naturräume

Die Wälder der Welt bieten nicht nur eine gewaltige Artenvielfalt, sie sind auch wichtige Alliierte gegen den Klimawandel – und produzieren einen guten Teil unserer Atemluft. Greenpeace kämpft weltweit gegen Rodungen, für die Errichtung von Schutzgebieten und die Wiederaufforstung.

  • Nach einer Kampagne von Greenpeace verabschiedeten Präsident und Parlament der Russischen Föderation ein Gesetz, das es wieder erlaubt, auf landwirtschaftlichen Flächen Wälder stehen zu lassen. Das ermöglicht die Wiederherstellung von rund 100 Millionen Hektar Wald.
  • Greenpeace deckte Schlupflöcher auf, die es großen Agrarunternehmen ermöglichten, in den durch das nationale Forstgesetz geschützten Wäldern der Provinz Chaco (Nordargentinien) für Weiden und Futtermittelanbau zu roden. Nun unterzeichnete der Provinzgouverneur ein Dekret, das diese Schlupflöcher schließt.


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