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veröffentlicht am 22.04.2020

Unsere wichtigsten Aktionen und Erfolge Jänner-April 2020

Greenpeace war dank der UnterstützerInnen auf der ganzen Welt in den ersten Monaten von 2020 bereits wieder hoch aktiv. Vor allem im Einsatz für das Weltklima konnten wir viel erreichen.

Gegen die Plastikflut

Mit einem riesigen Einkaufswagen fordern AktivistInnen koreanische Supermärkte zur Plastikreduktion auf

Neun Milliarden Tonnen Plastik wurden bisher hergestellt – und das meiste ist noch vorhanden, denn Plastik verrottet nicht. Greenpeace macht sich für eine Reduktion von Einwegplastik stark.

Österreich

Getränkeverpackungen aus Einwegplastik gehören zu den größten Verursachern von Plastikmüll. Alleine in Österreich fallen jährlich rund 1,5 Milliarden Plastikflaschen an. KonsumentInnen fanden in Supermärkten kaum mehr Alternativen zu Einweg – bis jetzt: Nun ist es Greenpeace gelungen, in Zusammenarbeit mit Berglandmilch und Egger Getränke Milch und Limonade wieder in den beliebten Pfand-Mehrwegflaschen zurück in die österreichischen Regale zu bringen.

Senegal

Die Plastikverschmutzung betrifft Meere und Land: In Afrika sterben bis zu 30% der Nutztiere, weil sie Plastikteile verschlucken. Nun hat das senegalesische Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung die wichtige Entscheidung getroffen, Wasserbeutel und Plastikbecher ab dem 20. April 2020 zu verbieten. Dies ist der zweite große Erfolg der panafrikanischen Kunsstoffkampagne von Greenpeace, nachdem Kenia Ende 2018 Plastiktragetaschen verboten hat.

Westafrika

Das Vorbild Senegals wirkte: Die Umweltminister der 15 Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) haben beschlossen, den Import, die Produktion und die Vermarktung von Kunststoffverpackungen in der Region bis 2025 zu verbieten und eine Strategie zur Abfallwirtschaft zu entwickeln.


Für die Wälder der Erde

Protest gegen Entwaldung in Argentinien

Die Wälder der Welt sind die Heimat zahlloser Tiere und wichtige Verbündete gegen die Klimaerhitzung. Ihr Schutz hat für Greenpeace höchste Priorität.

Russland

In Russland schreibt ein Gesetz aus Zeiten der Sowjetunion vor, dass als Ackerflächen deklarierte Gebiete nicht der Natur zurückgegeben werden dürfen – selbst wenn sie schon lange brachliegen. Das verhindert, dass neue Wälder entstehen können. Nach jahrelanger beharrlicher Arbeit mit Behörden und öffentlichem Druck hat Greenpeace nun erreicht, dass das Gesetz geändert werden kann: Die neue russische Regierung wurde nun offiziell mit der Überarbeitung der Vorschriften für Wälder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen beauftragt. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft in Russland und zur Gewährleistung einer klimafreundlichen Landnutzung.

Indonesien

Der Einsatz gegen Palmöl aus Regenwaldzerstörung geht auch vor Gericht weiter. Das staatliche Verwaltungsgericht Jakarta entschied am 19. Februar in einem Streitfall zugunsten von Greenpeace Indonesien und gegen ein Ministerium und die Kommission für öffenliche Information. Dabei ging es um die Offenlegung von Genehmigungen zum Anbau von Ölpalmen in den östlichsten Provinzen des Landes. Die Kommission hatte im Oktober einen Antrag auf Daten über Landgenehmigungen in den Provinzen mit dem Argument abgelehnt, die Daten seien keine öffentlichen Informationen. Das Gerichtsurteil steht im Einklang mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2017, das die Offenlegung von HGU-Landgenehmigungsdaten über Ölpalmenplantagen im Land vorschreibt. Transparenz ist entscheidend, um die Zerstörung der Regenwälder für Palmölplantagen zu stoppen.


Für die Energiewende

Protest beim kanadischen Parlament in Ottawa gegen die Teck-Mine

Saubere Energien sind einer der besten Wege aus Umweltverschmutzung und Klimakrise. Greenpeace treibt die Energiewende voran und verhindert falsche Lösungen.

Kanada

Der in Kanada besonders häufige Abbau von Ölsand ist besonders umweltschädlich, da er mit riesigen Zerstörungen an der Oberfläche einhergeht. Die abgebauten fossilen Energien befeuern zudem die Klimaerhitzung. Greenpeace protestiert regelmäßig dagegen – mit Erfolg: Nun hat der Konzern Teck unter Berufung auf den Widerstand der Öffentlichkeit den Bau eines neuen großen Teersandtagebaus gestoppt.

Belgien

Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Greenpeace und Verbündeten entschied das belgische Verfassungsgericht (nach Rücksprache mit dem Europäischen Gerichtshof), dass die 2015 genehmigten Laufzeitverlängerungen der Kernreaktoren Doel 1 und 2 illegal sind, weil keine Umweltverträglichkeitsprüfung und grenzüberschreitende öffentliche Konsultation durchgeführt worden waren. Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf mögliche zukünftige Entscheidungen zur Verlängerung der Lebensdauer von Reaktoren, z.B. in Frankreich.

Israel

Das israelische Energieministerium kündigte an, dass es auf die Erteilung neuer Genehmigungen zur Exploration oder Ausbeutung von Ölschiefer verzichtet. Dies folgt intensiven Bemühungen von Greenpeace Israel.


Für die Meere der Welt

Greenpeace-ForscherInnen und AktivistInnen bereiten sich zur Landung in der Antarktis vor

Gesunde Ozeane bieten zahllosen Arten und Millionen Menschen Lebensgrundlage und helfen, das Weltklima zu regulieren. Greenpeace setzt sich für starken Meeresschutz ein.

Schweden

Die schwedische Regierung kündigte an, dass Schweden der Global Ocean Alliance beitreten wird, einer Gruppe von 12 weiteren Nationen, die gemeinsam den Schutz eines Drittels der Weltmeere bis 2030 fordern.

Norwegen / Australien

Die große australische Bucht ist ein reicher mariner Lebensraum – doch Ölbohrungen stellten eine große Bedrohung dar. Greenpeace war Kern einer Allianz gegen diese Bohrungen, in der andere NGOs und viele Menschen, die von einer gesunden Küste abhängig sind, vereint waren. Nach Chevron und BP hat nun die norwegische Ölgesellschaft Equinor ihre Kredite für Ölbohrungen in der Großen Australischen Bucht gekündigt. Da Equinor die letzte große Ölgesellschaft mit Bohrlizenzen in Australien ist, wird dies höchstwahrscheinlich das Ende der Exploration in der Großen Australischen Bucht bedeuten. Zwei Milliarden Barrel Öl könnten so im Boden bleiben, statt die Klimaerhitzung zu befeuern!

Russland

2019 waren rund 100 Wale im „Walgefängnis" nahe Wladiwostok gefangen. Greenpeace setzte sich erfolgreich für ihre Befreiung ein, arbeitete aber auch daran, dass so etwas in Zukunft nicht mehr möglich ist. Jetzt konnte Greenpeace erreichen, dass die Orca-Art, die für Jagd und Fang interessant ist und auch im Walgefängnis eingesperrt war, in Russlands „Rotes Buch der gefährdeten Arten" aufgenommen wird. Damit sind sie endlich geschützt.



Gegen die Klimakrise

AktivistInnen haben Filialen der britischen Barclay's-Bank geschlossen, weil die Fossile Energien fördert

Das Weltklima zu stabilisieren ist eine der größten Herausforderungen der Geschichte. Greenpeace arbeitet auf allen Ebenen und bei allen damit verbundenen Themen dafür.

China

Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht auch vor IT-Unternehmen nicht halt: Die Chindata Group, ein in China ansässiger, aufstrebender, unabhängiger Rechenzentrumsbetreiber, der über 220 Rechenzentrumseinrichtungen in China betreibt, hat sich nun zu 100% Erneuerbaren Energien verpflichtet und kündigte an, dass sie einen detaillierten Fahrplan dorthin erstellen wird. Bereits seit 2019 läuft die Anlage der Chindata Group in Hebei Gungtinghu zu 56% mit erneuerbaren Energien.

Südkorea

Südkorea ist das erste asiatische Land, dessen Regierungspartei ein Klimamanifest festgelegt hat – den koreanischen „Green New Deal". Dieses Manifest, das am 16. März angekündigt wurde, enthält eine Reihe von Maßnahmen, darunter Netto-Null-Emissionen bis 2050, die Kohlenstoffsteuer für die Verantwortlichen, keine Kohlefinanzierung sowie die Absicht, eine auf Korea zugeschnittene Politik des Green New Deal zu entwickeln, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Niederlande / UK

Die Errichtung von Kohlekraftwerken und -bergwerken ist mit hohen Kosten verbunden, die von Finanzdienstleistern gedeckt werden. Diese zum Umdenken zu bewegen ist deshalb eine wichtige Aufgabe von Greenpeace. Nun wird der Versicherungskonzern Aegon die Investitionen in die Kohleindustrie reduzieren, auch die seiner US-Niederlassung Transamerica. Die Investitionen umfassen einen Gesamtwert von 140 Milliarden Euro. Die Politik von Aegon Niederlande schließt auch Energieunternehmen aus, die mehr als 30 % ihrer Einnahmen aus der Kohle erzielen. Dies ist ein deutliches Signal an den Kohle- und Teersandsektor, dass ihr Geschäftsmodell im Sterben liegt.

Schweden

Gleichfalls im Einsatz, um die Geldgeber von fossilen Energien zum Umdenken zu bringen, wurde ein Erfolg in Schweden erzielt: Der staatliche schwedische Pensionsfonds Första AP-fonden kündigte an, sich vollständig von fossilen Brennstoffen zu trennen. Im Jahr 2017 startete Greenpeace Schweden eine Kampagne, um die öffentlichen Rentenfonds aus den fossilen Brennstoffen herauszudrängen.

Fleisch und Milchwirtschaft

Die Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln ist mit großen Umwelt- und Klimaschäden verbunden. Greenpeace setzt sich deshalb dafür ein, pflanzliche Alternativen bereitzustellen. Nun verpflichtet sich die Stadt Barcelona, den Fleischkonsum in den Schulkantinen zu reduzieren. Die städtischen Schulmenüs werden an zwei veganen Tagen pro Woche angeboten, und die Stadtverwaltung arbeitet daran, dies in allen Schulkantinen der Stadt umzusetzen. Barcelona ist die erste große Stadt in Spanien, die diesen Schritt setzt.


Wenn unsere AktivistInnen auf der ganzen Welt im Einsatz sein können, wenn unsere ExpertInnen für den Umweltschutz forschen, wenn unsere Medienprofis der Stimme der Umwelt Gehör verschaffen, dann ist das nur durch die Spenden von Privatpersonen möglich. Wir werden auch weiterhin alles tun, um das Überleben seltener Arten, gefährdeter Wälder und reicher Ozeane zu sichern. Danke für Ihre Unterstützung!

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